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BIKE&CO - Das Magazin für Spaß und Freude am Radfahren - Ausgabe 02/2017

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Der Feldversuch: Eine

Der Feldversuch: Eine Drei-Tages-Tour mit Zelt im Rucksack Road Movie Bekanntlich ist es so, dass die besten Ideen aus einer Bierlaune heraus geboren werden. Biken mit Zelt – was zunächst abwegig klang, entwickelte sich bald zu einer konkreten Idee. Das Drehbuch eines ungewöhnlichen Trips mit Suchtfaktor. 040 Story Es ist viel Zeit ins Land gegangen seit dem letzten, richtigen Gardasee-Urlaub mit den alten Kumpels. Elf Jahre ist das jetzt her. Elf Jahre, in denen viel passiert ist. Wir haben unser Studium beendet, Hochzeit, Kinder, Haus, Familienurlaub in Caorle oder Sardinien. Der Beruf sowie die veränderten Lebens umstände haben vieles von früher relativiert. Der 4-Tages-Trip an den Lago? Ist geld- oder zeitmäßig nicht drin. Einige Freundschaften haben sich vertieft, andere ruhen oder ko chen auf Sparflamme. Man hat gelernt, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Irgendwann, denkt man, wird es schon mal wieder klappen. Doch wann ist irgend wann? Wenn man „aus dem Gröbsten raus“ ist? Wenn die Kids nicht mehr mit in Urlaub fahren? Irgendwann kann doch eigentlich auch jetzt sein! „Probier doch mal was Ausgefallenes!“ Diese Worte meines Chefs waren da wie eine Initialzündung, und die Idee war dann schnell geboren. Biken sollte ich, ein Wochenende lang, mit Zelt, Schlafsack und allem Drum und Dran. Und dabei sollte der Schwer punkt auf dem Wort Biken liegen. Also nix Satteltasche und Gepäckträger, son dern superleichtes Material in einem Rucksack. Geil! Leichte Teile bestellen! Ein Traum für jeden Biker. Nachdem klar war, dass Vaude die passende Ausrüstung für

Bild: Gonso unser Unterfangen be reitstellen könnte, stellte sich nur noch Equipment die Frage: Wen mitnehmen auf diesen Zwei-Mann-Trip? Mit meinem alten Schulfreund Chris toph verbinden mich zahllose Biketouren in den Neunzigern, doch hat sich das Ganze mittlerweile auf ein paar Treffs im Jahr und regelmäßigen Mailverkehr re duziert. Der ideale Partner also für diesen Trip back to the future. Nach einem zweimi nütigen Telefongespräch war alles geklärt. Terminkalender schauen, Chef fragen, Überstunden eintragen, fertig. Christoph übernimmt die Tourenplanung und ich fahre erst einmal zwei Wochen nach Caorle! Freitag, 14 Uhr Die Hitze liegt wie eine Glocke über Re gensburg. Ich warte, dass endlich ein alt bekannter metallicblauer Volkswagen in die Parkgarage der Wohnanlage im Stadt osten einbiegt. Wir beladen das Auto und machen uns mit 30-minütiger Verspätung auf zu unserem Startpunkt im Bayerischen Wald. Komisch, alles ist heute irgendwie relaxter. Die Vorfreude steigt, während Green Day ihr September-Lied aus den Autolautsprechern quäken. Ein Besuch im Burger King in der Kreisstadt Cham setzt ein Ende hinter die Zivilisation. Mit einem Hot Brownie mit Eis als Nachtisch im Ma gen geht es zur Grenzstadt Furth im Wald, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Der klei ne, aber feine Campingplatz am Stadtrand weckt Erinnerungen – Erinnerungen an die Kindheit. Dauercamping zehn Kilometer von zu Hause. Wohnwagen mit Garten zaun. Alles sauber. Obwohl es auch auf italienischen Campingplätzen durchaus „deutsch“ zugeht, ist doch das Flair hier zu Hause ein ganz Besonderes. Nachdem wir bisher noch keine Zeit hatten, das neue Material zu prüfen oder „probeaufzubauen“, machen wir uns als erstes mit den neuen Teilen vertraut. Da sind sie wieder, die alten Riten. Türen auf, Musik an, Zelt aufstellen, Bikes durch checken, dumme Sprüche reißen. „Deine Wampe war auch schon kleiner, haha!“ Es ist halb sieben, als wir uns noch auf eine kleine Feierabendrunde begeben. Zu spät stellen wir fest, dass wir die Runde auf den Dieberg falsch herum angegangen sind und fast die ganze Strecke bergauf schie ben müssen. Bergab wäre dieser Singletrail traumhaft gewesen. Es ist nach wie vor drückend schwül. Die Fliegen fressen uns auf den Schiebepassagen fast auf. Belohnt wird unser schweißtreibender Spaziergang mit einem majestätischen Ausblick vom Aussichtsturm auf die Further Senke. Auch das passende Abendprogramm ist schnell gefunden. Im Camping-Stüberl läuft ein Fußballspiel. Dabei ist das Gespräch mit den eingefleischten Camping-Rentnern aber weit erheiternder. Vier Bier, vier Euro, lautet dann die Rechnung. Respekt! Samstag, 8.00 Uhr Aufstehen, packen, frühstücken. So lange man keinen Wert auf ein zweites Trikot oder ein Kuschelkissen legt, lässt sich das Material relativ problemlos in zwei Ruck säcken unterbringen. Alles paletti. Schließlich noch eine kleine Verzögerung. Die Bat terie des Tachos gibt den Geist auf. Also noch schnell zum Uhrmacher, dann kann‘s losgehen. Um am Schluss unserer Zwei-Tages-Tour nicht auf eine Dusche verzich ten zu müssen, parken wir das Auto gegen eine kleine Gebühr am Campingplatz. Knapp zehn Kilometer rollen wir Richtung Hohen Bogen, unserem Zwischenziel. Be reits um neun deutet sich an, dass es ein heißer Tag werden wird, und am Anstieg zum Gipfel des Hohen Bogen summe ich: „Dieser Weg, wird kein leichter sein“. Zwar ist es schon etwas in die Jahre gekommen, aber das Lied gilt jetzt auch für uns und wird uns die nächsten beiden Tage nicht mehr loslassen. Mittlerweile klappt die Ori entierung per Karte immer besser. Schon der alten Zeiten wegen habe ich das GPS-Gerät zu Hause gelassen. Das Wegenetz ist gut ausgeschildert. Vorbei an der Sommer rodelbahn kämpfen wir uns in der ange henden Mittagshitze zum Gipfel. Noch ist das Gewicht des Rucksacks kein Problem, noch ist genügend Kraft da, auch wenn sich jetzt schon herausstellt, dass meine Kräfte schneller schwinden als die von Christoph. 041

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