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#schoolbikers - Magazin für schulisches Radfahren — Ausgabe 1/2020

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Die AKTIONfahrRAD leistet einen tollen Beitrag zur Verkehrssicherheit, indem sie das Radfahren an Schulen für alle Schülerinnen und Schüler erfahrbar macht. Das gibt Sicherheit, Selbstvertrauen und ist ein Beitrag zur Integration. Und vor allem macht die AKTIONfahrRAD einfach Lust auf Radeln. Ihnen allen viel Spaß bei der Lektüre & bleiben Sie gesund. (Auszug aus dem Gruwort des Schirmherrn Cem Özdemir) gesund.

RADFAHREN IN DER SCHULE:

RADFAHREN IN DER SCHULE: STATUS QUO UND PERSPEKTIVE Text: Achim Schmidt Radfahren macht Kindern und Jugendlichen Spaß, ist gesund und gut für die Umwelt. Fragt man die Eltern heutiger Schülerinnen und Schüler nach ihren schulischen Fahrraderfahrungen, wird viel Positives berichtet. Die allermeisten Eltern haben Ausflüge oder sogar Klassenfahrten mit dem Rad unternommen. Doch glaubt man aktuellen Befragungen, dann hat das schulische Radfahren nur noch in Grundschulen seinen festen Platz. An weiterführenden Schulen steht Radfahren nur ausnahmsweise auf dem Programm. Und in den Familien sieht es oftmals auch nicht anders aus. Die Hintergründe für diese Entwicklung sind vielschichtig und komplex. Auslaufmodell? Kinder und Jugendliche auf dem Rad „Kinder fahren weniger und schlechter Fahrrad als noch vor zehn Jahren.“ Diese Feststellung wird von Lehrkräften an Grund- und weiterführenden Schulen, von Verkehrssicherheitsberatern der Polizei sowie von Eltern oft geäußert. In der wissenschaftlichen Literatur findet sich zu dieser subjektiven Wahrnehmung von Experten nur eine einzige Quelle, die leider schon über zehn Jahre alt ist. Dabei handelt es sich um eine Studie des UDV (Unfallforscher der Versicherer) die von Günther und Diez (2009) im Auftrag des UDV durchgeführt wurde. Die Befragung von 347 Verkehrserziehungsdienststellen (Polizei und Schulen) aus dem Jahr 2008/2009 ergibt ein eindeutiges Bild. Während bei der gleichen Fragestellung im Jahr 1997 nur 45,6% der Befragten angaben, die Anzahl der Kinder mit auffallenden motorischen Schwierigkeiten würde zunehmen, stieg dieser Wert bei der Befragung 2009 auf 72% an. Besonders betroffen scheinen Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, hierbei insbesondere Mädchen, Kinder aus sozial schwächeren Familien, überbehütete, übergewichtige und Kinder mit Bewegungsmangel zu sein. Die motorischen Schwächen sind bei Kindern in Großstädten und Städten stärker ausgebildet als bei Kindern auf dem Land. Heute, gut zwölf Jahre nach dieser Befragung hat sich die Situation nochmals verschärft. Während also das radspezifische Fertigkeitsniveau der Grundschüler im Mittel sinkt, steigt dazu noch die Zahl der Kinder, die sehr schlecht oder gar nicht Fahrrad fahren können. Für die Lehrerinnen und Lehrer wird das Unterrichten immer schwieriger. 12

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