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#schoolbikers - Magazin für schulisches Radfahren — Ausgabe 1/2020

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Die AKTIONfahrRAD leistet einen tollen Beitrag zur Verkehrssicherheit, indem sie das Radfahren an Schulen für alle Schülerinnen und Schüler erfahrbar macht. Das gibt Sicherheit, Selbstvertrauen und ist ein Beitrag zur Integration. Und vor allem macht die AKTIONfahrRAD einfach Lust auf Radeln. Ihnen allen viel Spaß bei der Lektüre & bleiben Sie gesund. (Auszug aus dem Gruwort des Schirmherrn Cem Özdemir) gesund.

Wartungsarm -

Wartungsarm - beziehungsweise einfach zu warten Auch Schulfahrräder wollen gepflegt- und Verschleißteile früher oder später ausgetauscht werden. Einfache Arbeiten übernehmen dabei im Optimalfall die SuS unter Anleitung selbst. Für Komplizierteres empfiehlt sich die Kooperation mit einer lokalen Fahrradwerkstatt. Besonders wartungsarm sind natürlich solche Komponenten, die erst gar nicht am Rad vorhanden sind. Sprich: Was nicht dran, ist muss nicht gewartet werden und kann auch nicht kaputt gehen. Im Einzelnen: Wichtig: Verlassen Sie sich bei der Suche nach passenden Fahrradmodellen keinesfalls auf Tabellen, die anhand von Körpergrößen oder gar Altersstufen pauschal eine bestimmte Fahrradgröße in Zoll empfehlen. Denn diese Zollwerte beschreiben nur den Felgendurchmesser. Der hat aber heute auch bei Kinder- und Jugendfahrrädern kaum noch etwas mit der tatsächlichen Fahrradgröße zu tun. So gibt es zum Beispiel Modelle mit 26 Zoll-Laufrädern, die Kindern schon ab 1,15 Metern Körpergröße passen – und Andere, bei denen das erst ab 1,6 Meter der Fall Ist! Stattdessen ermitteln Sie, für welche Bandbreite von Körpergrößen Sie Fahrräder benötigen – und achten dann ausschließlich auf die Angaben des jeweiligen Herstellers zur Mindestkörpermaßen für seine verschiedenen Modelle. Gute Hersteller stellen diese Daten bereit. Altersgerecht – ein gutes Schulfahrrad macht Spaß Ob fünfte oder zehnte Klasse – es sind junge Menschen, denen Freude am Fahrrad fahren vermittelt werden soll. Und die bewegen sich lieber schnell, sportlich und agil, als gemütlich, schwerfällig und behäbig. Dem sollte dann auch bei der Fahrradauswahl Rechnung getragen werden. „Leicht, sportlich und schön“ heißt hier die Devise. Dabei müssen es nicht gleich Rennräder sein. Aber eben auch keine bleischweren 15 Kilo-„Oma“-Räder mit antiquierter Rücktrittbremse und Sätteln, die so breit sind, dass gleich zwei SuS darauf Platz hätten. Derlei ist leider bis heute kein seltener Anblick, wenn man mal zur Fahrradprüfung in Verkehrsschulen schaut. Mit solchen Rädern wird Kindern Fahrrad fahren nämlich eher abspenstig gemacht, als Freude daran vermittelt. Leicht – was heißt das konkret? Wenn Hersteller auf ihrer Webseite schreiben, ihre Räder seien leicht, dann hat das nichts zu sagen. Denn das sagen sie alle. Als Richtwerte für tatsächlich hinreichend leichte Fahrräder kann man sich folgende Zahlen merken (jeweils ohne Anbauteile wie Gepäckträger, Ständer, Schutzbleche, Beleuchtung etc.): 20 Zoll Modelle sollten höchstens 9 Kg wiegen, 24 Zoll Räder höchstens 10 Kg und 26 Zoll höchstens 11 Kilogramm. Doch je leichter ein Rad ist, desto mehr kostet es normalerweise auch. Federgabeln Federgabeln haben ein äußerst komplexes Innenleben, das regelmäßig aufwändiger Pflege vom Profi bedarf. Außerdem bringen sie sehr viel zusätzliches Gewicht und brauchbare Modelle würden jedes Budget sprengen. Auch wenn es um das Erlernen sauberer Fahrtechnik geht, sind Federgabeln kontraproduktiv. Fazit: Weglassen. Ständer, Gepäckträger & Schutzbleche Ein Ständer ist empfehlenswert. Denn beim Hinlegen von Fahrrädern drohen nicht nur kosmetische Nachteile, sondern es können sich auch diverse Anbauteile verbiegen. Zuvorderst das Schaltwerk. Schutzbleche und Gepäckträger führen leider zu stark erhöhtem Wartungsaufwand. Sie haben viele Schrauben, die sich lockern können und sie verbiegen leicht. Soll aber auch bei starkem Regen gefahren werden oder sind mehrtägige Radtouren geplant, wird dennoch Beides gebraucht. Wobei zum Gepäckträger dann auch passende Taschen gehören. Fazit: Ständer: ja, Gepäckträger und Schutzbleche: je nach geplanter Fahrradnutzung. Beleuchtung Die StVZO schreibt Beleuchtung am Rad seit einigen Jahren nur noch bei Dunkelheit vor. Und dynamobetrieben muss sie dann auch nicht mehr sein. Werden die Fahrräder also nur tagsüber genutzt, darf auch auf diesen möglichen Quell von Defekten verzichtet werden. Und wenn doch mal eine Klassenfahrt in Form einer Fahrradtour ansteht, reichen unkomplizierte (zugelassene) Akkulichter. Bremsen Die darf man natürlich nicht weglassen. Aber man sollte auf Scheibenbremsen verzichten, wenn keine MTB-AG geplant ist. Denn sie haben ein empfindliches Innenleben und ihre Wartung ist komplex und kostspielig. Felgenbremsen – genauer V-Brakes – sind hier die richtige Wahl. Simples Funktionsprinzip, große Wirkung, einfache Wartung. Warum hier nicht die Rücktrittbremse empfohlen wird, die doch als besonders wartungsarm gilt? Geringe Bremskraft, schlechte Dosierbarkeit, versehentliches Bremsen, hohes Gewicht. Kurz: Die Technik ist anderen Bremstypen weit unterlegen und veraltet. An den eigenen Fahrrädern bremsen die SuS heute fast durchweg mit den Händen. Da ist es kaum sinnvoll, in der Schule etwas völlig anderes zu üben - gerade in einem so sicherheitsrelevanten Bereich. 24

Stelle sei auch grundsätzlich von Fahrradmodellen mit drei Kettenblättern vorne abgeraten. Denn solche Schaltungen lassen sich kaum vernünftig einstellen und müssen sehr oft nachjustiert werden. Bild: www.veloversity.de Schaltung Hier verhält es sich ähnlich wie bei den Bremsen. Nabenschaltungen sind zwar besonders wartungsarm, andererseits aber sehr schwer. Kettenschaltungen dagegen sind leicht, und ihre Wartung ist auch keine Raketenwissenschaft. Vor allem dann, wenn es sich um moderne 1-fach-Schaltungen mit nur einem Kettenblatt handelt – also nur hinten geschaltet wird. An dieser Gute Fahrräder vs. begrenztes Budget Nun wurden hier insgesamt recht hochwertige Fahrräder empfohlen. Vor allem geringes Gewicht hat seinen Preis. Ein Widerspruch zum oft knappen Budget von Schulen? Nicht unbedingt: Für Fahrradhersteller und -händler ist es gute Werbung, wenn ihre Marke in Schulen genutzt wird - vor allem, wenn die Schule um das Fahrradprojekt herum auch etwas Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Hier dürfen durchaus großzügige Rabatte erwartet werden. Wobei es aber Unterschiede gibt, wie unterschiedliche Hersteller zu solchen Rabatten stehen: Ein kleiner Familienbetrieb wird vielleicht weniger in der Lageoder gewillt sein, weit entgegen zu kommen, als eine große, internationale Marke. Hier heißt es dann einfach: Fragen kostet nichts. Und wenn es bei dem Einem nicht klappt, dann vielleicht beim Nächsten. Über den Autor: Christopher Deschauer betreibt seine Webseite kinderfahrradfinder.de seit 2017. Hier finden Eltern viele Ratgeberartikel rund um das Thema Kinderfahrrad und können anhand der Körpermaße ihres Kindes passende Modelle aus einer großen Fahrraddatenbank ermitteln. Das alles gibt’s bei den Schoolbikers www.greens-bikes.de www.scool.de Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten unserer Partner und fragen bei Interesse den Vorteilspreis bei uns unter info@aktionfahrrad.de an www.ergotec.de www.connexchain.com www.conti.de www.hebie.de www.trelock.de

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