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GRAVELFUN 1/2022 - Magazin rund ums Gravelbike

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Gravelbikes im Test +++ Schaltungen für Gravelbikes +++ Produkte, Zubehör und Nützliches für das Gravelbike +++ VWR Gravelbike Experience - Über die Alpen in drei Etappen +++ Bikepacking +++ Bekleidung für Gravelbike-Fahrer

sätzliche Bauteile, wie

sätzliche Bauteile, wie den Umwerfer und die klobigere Kurbel, das Gewicht und die Pannenanfälligkeit, wie z.B. durch Kettenabwürfe, steigt. Zudem ist die Bedienung fummeliger, da der Umwerfer bei den 2x11 Lösungen für Gravelbikes und Rennräder auch noch Zwischenabstufungen auf dem gleichen Zahnrad hat, die man beherrschen sollte, damit die Kette nicht am Umwerfer schleift. Der Trend geht daher seit Jahren zu Einfachkurbeln ohne Umwerfer, den Erfahrungen der Mountainbikes folgend. Um dennoch eine hohe Bandbreite zu gewährleisten, wird meist die Anzahl der Ritzel auf der Kassette erhöht. Während 11 Ritzel lange Zeit quasi der Standard waren, gibt es mittlerweile sogar Gruppen mit bis zu 13 Ritzeln. Je nach Bestückung ist die Bandbreite hierbei sogar höher als bei 2x11 Schaltungen. Ein Nachteil ist, neben dem Preis, dass die Ketten immer dünner und damit tendenziell instabiler werden. Sowie bei hohen Gangsprüngen immer mehrfach geschaltet werden muss, wohingegen man durch einen Umwerfer, mit einem Schaltvorgang, auch mehrere Gänge überspringen kann. Gerade beim Wechsel von einer Abfahrt in einen Anstieg kann dies hilfreich sein. Bild: Ortlieb 030

Eine klare Entscheidung, ob einfach oder zweifach, und welche Ritzelgröße nun letztlich besser ist, kommt damit auf den wesentlichen Faktor an: DER MENSCH Verkäufer wollen in der Regel das verkaufen, was sie gerade auf Lager haben. Das muß aber nicht immer das Beste für Sie sein. Sie sollten daher in der Lage sein, möglichst genau zu definieren, auf was es Ihnen ankommt. Ihre Auswahl, der in Frage kommender Schaltgruppen, sollte Sie schon vorm Betreten des Ladens getroffen haben. Wesentlich ist dabei, zuallererst sein eigenes Leistungsniveau realistisch einzuschätzen. Es bringt nichts, ein Rad mit einer Übersetzung für Profis zu kaufen, wenn man nicht die Kraft eines Profis aufbringen kann. Seien Sie ehrlich zu sich, machen Sie nach Möglichkeit einen Leistungstest. Grundsätzlich deckt jede Schaltung den Bereich von 20-40 km/h gut ab. Das ist der Bereich, in dem sich die meisten Radfahrer im Flachen, auf Asphalt, bei neutralen Windverhältnissen, dauerhaft bewegen können. Wobei der benötigte Kraftaufwand mit zunehmender Geschwindigkeit, aufgrund des Luftwiderstandes, exponentiell steigt. Daneben sind natürlich auch ständig Verluste durch den Rollwiderstand der Reifen und des Untergrundes, sowie in geringem Maße, Reibungsverluste im Antrieb selbst zu ver- buchen. Als groben Anhaltspunkt können Sie davon ausgehen, bei 25 km/h rund 100 W, bei 30 km/h 150 W und bei 40 km/h schon über 300 W Leistung erbringen zu müssen. Interessant in Sachen Übersetzung ist also beim Gravelbike eher der Bereich außerhalb dessen, also dort, wo die Schwerkraft die größte Rolle spielt: Am Berg. Bei klassischen Rennrädern ist es bei Abfahrten oder auch im Sprint wichtig, eine hohe Übersetzung zu haben, um auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht ins Leere zu pedalieren. Entsprechend sind die Schaltungen auch ausgelegt. Beachten Sie: Mit dem Gravelbike sind Sie auf der Straße, je nach Bereifung, nur marginal langsamer unterwegs als mit dem Rennrad. Bergauf sind jedoch, insbesondere auf schwierigem Untergrund und schlechter Traktion, möglichst niedrige Übersetzungen wünschenswert. Hier ist der Unterschied zum Rennrad dann schon eklatant: Man kann auf dem Gravelbike einen heftigen Anstieg nicht einfach nur mit Kraft bezwingen, wenn es das Gelände nicht zulässt. Dieser Umstand potenziert sich noch, wenn man bei einer Mehrtagestour mit Gepäck unterwegs ist. Unsere Empfehlung lautet daher ganz deutlich: Setzen Sie im Zweifel, bei der Wahl der Schaltung, auf niedrigere Übersetzungen, zu Lasten der Höchstgeschwindigkeit. Am Berg absteigen zu müssen, fühlt sich an wie 031

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