SAMSTAG 28.05.2022 – VON NEUSTIFT IM STUBAITAL NACH BRIXEN IN SÜDTIROL Streckenbeschreibung: Classic: https://www.komoot.de/tour/569872542 Light: https://www.komoot.de/tour/569804951 Am nächsten Morgen ist das Wetter zum ersten Mal auf dieser Tour leider recht durchwachsen. Es ist wolkenverhangen, kälter als gestern und ein Nieselregen hängt in 080
der Luft. Das ist die Gelegenheit für Torsten über die Tauchergarnituren einiger Mitfahrer zu lästern. Ich gehöre auch dazu, Überschuhe, Armlinge, Beinlinge und den langen Windbreaker habe ich bislang noch gar nicht gebraucht, jetzt bin ich froh all das dabei zu haben. Die lange Neopren Winterhose ist jedoch in der Tasche geblieben, aber auch hier denke ich: in den Alpen weiß man nie, Ende Mai ist in den Höhenlagen quasi noch Winter. Und tatsächlich ist am nächsten Tag auf der Rückfahrt oberhalb von 1.500 m alles weiß… zum Glück betrifft uns das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Wir starten also bei kälteren, aber immer noch moderaten Temperaturen von ca. 16 ° und nur noch ganz leichten Nieselregen durch zur letzten Etappe. Heute gilt es mit 92,5 km die zwar nominell längste Strecke zu bewältigen, aber dafür gibt es nur einen größeren Anstieg über den Brenner. Von dort an führt uns der Weg kontinuierlich bergab bis nach Brixen. Passend zum Wetter ist die Strecke anfangs zum ersten Mal auf der Tour nicht besonders einladend. Ab Mieders fahren wir über Schönberg bis nach Matrei ca. 15 km erstmal auf der Bundesstraße. Diese ist wegen der nahegelegenen Brennerautobahn zum Glück nicht stark befahren, ein Routencheck auf komoot macht später deutlich, dass es auch keine wirklichen Alternativen gibt. Also Augen zu und durch. Die nächsten 15 km bis Stafflach sind da schon deutlich entspannter, Schotter und Nebenstraßen mit sehr wenig Verkehr steigern den Spaßfaktor deutlich. Bis zum berühmten Grenzübergang am Brenner ist ein ca. 8 km langer Anstieg auf der Bundesstraße zu bewältigen. Geschafft! Die Gruppe sammelt sich und die Grenze wird gemeinsam passiert. Südtirol! Bella Italia! Wir sind nun auf dem Brennerradweg angekommen, der uns bis nach Brixen führen wird. Ab jetzt geht es nur noch bergab, der direkte Autoverkehr ist damit erstmal passé und das Wetter wird langsam besser. Der Radweg ist durchgängig asphaltiert und bergab durchaus spaßig. Wir lassen es mal wieder krachen. Als wir die Abzweigung in das Innerpflersch Tal passiert haben, geht es allerdings gefühlt bergauf: Ein satter Gegenwind drückt uns ins Gesicht. Zeit für Diesellok Torsten dagegen zu halten. Waren André und ich immer die Träger des Bergtrikots, ist im flachen bzw. leicht abschüssigen Geläuf seine Zeit gekommen. Mit dem Windsog eines LKWs rauscht er an uns vorbei, ich hab mit meiner Übersetzung selbst im Windschatten Mühe dran zu bleiben. Aber es kommt noch besser: Nach ein paar Kilometern wendet sich der Weg um 180° 081
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